Es heißt, ein Gastronom muss ca. vier Prozent seines Jahresumsatzes für Gas und Strom bezahlen. Der massive Bedarf in Deinem Restaurant setzt sich vor allem aus Heizwärme, Warmwasser, Kühlung und Beleuchtung zusammen. Bei den aktuell steigenden Preisen und der bevorstehenden Gasumlage lohnt es sich daher, einmal genauer hin zuschauen und zu prüfen, wo Du in Deinem Restaurant das größte Einsparpotential hast.

Wir haben hier ein paar Tipps zum Einsparen für Gas und Strom für Dich zusammengestellt:

  • Sensibilisiere Dein Team und arbeite mit Hilfsgeräten
    • Sensibilisiere Dein Team, damit es unnötige Lichtquellen nur dann anschaltet, wenn es sich dort auch wirklich aufhält. Wie z.B. das Licht im Lagerraum oder Keller. Ein Hinweis „bitte Licht aus oder „nur während der Öffnungszeiten betreiben“ kann unnötige Energiefresser eliminieren.
    • Verwende Zeitschaltuhren für Geräte, die während Deiner Schließzeiten nicht unbedingt laufen müssen.
    • Stelle Deine Beleuchtung auf LED um – sie sind in der Anschaffung zwar etwas kostenintensiver, sparen jedoch eine Menge Strom ein, haben eine lange Lebensdauer und sind wesentlich umweltfreundlicher.
Einsparen Gas und Strom - Der Wechsel auf LED lohnt sich
Die Umstellung auf LED rechnet sich
  • Energie bei der Zubereitung Deiner Speisen sparen
    • Prüfe, welche Speisen in Deinem Angebot sehr energiereich sind und tausche diese gegen energiearme Speisen aus. Gedünstete, gedämpfte oder kurzgebratene Speisen sind wesentlich weniger energiereich als zum Beispiel Langzeitgegartes oder Geschmortes.
  • Energieeffizienzklasse Deiner Geräte
    • Achte beim Neukauf von Küchengeräten auf eine gute Energieeffizienzklasse. Ein Gerät mit der Effizienzklasse A+++ kann im Vergleich zu einem Gerät mit der Klasse A bis zu 60% Energie sparen. So rechnet sich auf die Nutzungsdauer auch der höhere Anschaffungspreis. Aber Achtung: Größere Anschaffungen sollten sich spätestens nach sechs Jahren rechnen.
  • Standby-Modus
    • Schalte Deine Geräte nach dem Feierabend nicht in den Standby-Modus, sondern schalte sie ab. Im Standby-Modus wird bekanntermaßen weiterhin Strom verbraucht.
  • Die Kühlung
    • Auch hier kannst Du mit ein paar einfachen Tricks eine Menge Energie einsparen – das fängt zum Beispiel mit den richtigen Temperaturen an. Ein Grad Unterschied können im Verbrauch bis zu 6% mehr Stromkosten verursachen. Achte also auf die richtigen Temperaturen Deiner Geräte.
    • Zudem solltest Du Deine Kühlschränke voll ausnutzen und statt vielen „halb-befüllten“ Geräten lieber wenige „gut-befüllte“ Geräte benutzen. Auch wenn es in der Handhabung vielleicht etwas schwieriger ist, Deine Stromrechnung wird es Dir danken 😊
    • Entstaube regelmäßig die Kühlrippen und achte auf einen Abstand von mindestens 5 Zentimetern des Kühlschrankes zur Wand. So lassen sich hier auch noch einmal ein paar KWh sparen.
Einsparen von Gas und Strom - Speisekarte prüfen und energiereiche Speisen aus dem Angebot streichen
Es lohnt sich, die Speisekarte zu prüfen und „energiereiche“ Speisen auszutauschen

Ein letzter Tipp: Gegebenenfalls lohnt sich für Dich ein Energieberater. Vor allem, wenn Du über eine Sanierung des Gebäudes, der Anschaffung einer Wärmepumpe oder ähnliches nachdenkst. Ein Energieberater wird zu 60-80 % von der KfW übernommen. Die Beratung dauert ca. 2 Werktage und am Ende hast Du eine energetische Fachberatung in der Tasche. Du erhältst einen Fahrplan und Maßnahmenkatalog zur Einsparung von Energie und weißt hinterher, welche Maßnahme sich am ehesten amortisiert.

Wir hoffen, wir konnten Dir mit unseren Tipps zum Einsparen von Gas- und Strom ein wenig weiterhelfen und halten Dich hier auf dem Laufenden. Weitere nützliche Tipps findest Du hier in unserem News-Bereich.

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